Frühere Planungsstufen
Zahlen & Fakten

 

Nicht weiterverfolgte Entwurfsplanung (aktuell bis 03. September 2009)
Gesamter Fließweg zwischen Woog und Bachwasserkanal:
3650 m
  bereits realisiert:
274 m
   
Davon offener Bachlauf:
1650 m
  naturnah
1360 m
  künstlich
290 m
  bereits realisiert:
100 m
   
  Davon verrohrte Führung:
1840 m
  in geringer Tiefe
270 m
  bereits realisiert:
174 m
  in größerer Tiefe
1570 m
   
  Die übrige Fließlänge liegt im Bereich der bestehenden und zukünftigen Teiche.
     

Geschätze Baukosten für die Offenlegung des Darmbaches: 6,8 Mio. Euro, wovon 1,6 Mio. Euro bereits ausgegeben wurden.

Die Baukosten sind nicht von den Gebührenzahlern aufzubringen, sondern aus dem Steueraufkommen bereitzustellen.

Durch die Einleitung von Darmbach und Meiereibach in die Kanalisation entstehen der Stadt Darmstadt bei einer Schmutzwassergebühr von 2,69 Euro/m³ jährlich im Mittel Abwasserkosten von 3,15 Mio. Euro.
Dies entspricht Abwassergebühren von 7.500 Euro/Tag. In den Jahren 1995 - 2011 wurden für die Einleitung des Bachwassers 46,4 Mio. Euro Gebühren bezahlt.

Abzuführende Wassermengen

Die abzuführenden Wassermengen im Darmbach sind bei Niedrig-, Mittel- und kleineren Hochwasserabflüssen durch das natürliche Abflussregime des Darm- und Meiereibachs (nach dessen Anschluss) geprägt. Bei größeren Hochwasserereignissen sorgt ein in die Kanalisation ableitendes Entlastungsbauwerk auf dem Gelände des Gartenhorts für eine Limitierung des Zuflusses. Der geplante Sollwert wurde in der Vorplanung auf einen Maximalabfluss von 200 l/s festgelegt. Da aber evtl. Regenwasserzuflüsse den Abfluss erhöhen, wird der Maximalabfluss bzw. der Bemessungsabfluss auf 250 l/s festgelegt.

 

Hier verschwindet der Darmbach auf dem Gelände des Gartenhorts in der Kanalisation

Mindestwassermengen

Für das Erscheinungsbild des Baches sind die Mindestabflüsse in trockenen Sommern entscheidend. Der Darmbach fällt gegenwärtig oberhalb des Großen Woogs in manchen Sommern über Tage oder auch einzelne Wochen trocken.

Ein Austrocknen in der Innenstadt wird vermieden:

  • Anschluss Meiereibach mit garantiertem Mindestabfluss von 3 Liter pro Sekunde
  • Abdichten der Kanalisation gegen eindringendes Grundwasser und Programm zur Vermeidung von Dränagewasserabflüsse im Kanalsystem bewirken langfristig Abflusserhöhungen um einzelne Liter pro Sekunde

Außerdem besteht die Möglichkeit, in trockenen Sommern die Pumpe wieder in Betrieb zu nehmen, die während des ersten Bauabschnitts Wasser aus dem Herrngartenteich bis zur Landgraf-Georg-Straße zurückpumpt. In diesem für das Stadtbild besonders wichtigen Bereich können damit zusätzlich 10 Liter pro Sekunde im Kreis geführt werden.

Insgesamt ergeben sich Mindestwasserführungen von 5 Liter pro Sekunde bzw. zwischen Landgraf-Georg-Straße und Herrngartenteich von 15 Liter pro Sekunde.

Auf die Realisierung der frühen vorgesehenen Bewirtschaftung des Woogwasserspiegels wird zunächst verzichtet. Falls die anderen Maßnahmen zur Sicherstellung der Mindestwasserführung nicht ausreichen sollten ist über diese Option erneut zu entscheiden: Absenken des Woogwasserspiegels um maximal 10 Zentimeter bewirkt Zusatzabfluss von 2 Liter pro Sekunde über maximal 14 Tage

Beispiele von gemessenen Abflussmengen:


0,75 Liter pro Sekunde (Rabenfloß, Eberstadt, 26.07.2006)


2 Liter pro Sekunde (Rabenfloß, Eberstadt, 05.09.2006)


3,7 Liter pro Sekunde (Meiereibach, Trockenperiode am 26.07.2006)

 

Technische Informationen zur Darmbachoffenlegung:

Die Verrohrung in größerer Tieflage wird in geschlossener Bauweise durch einen grabenlosen Rohrvortrieb (Rohrvortriebsverfahren) hergestellt.