Woog
Entwurfsplanung: Brandt-Gerdes-Sitzmann Wasserwirtschaft

Beabsichtigte Realisierungszeiten:
2005 - Hochwasserüberlauf bereits fertiggestellt
N.N. Abflussregulierung

Hochwasserablauf und
Abflussregelung Großer Woog

Der Große Woog stellt eine Talsperre dar, die gegenwärtig keinen ausgebauten Überlauf hat. Zur Vermeidung von Dammbrüchen mit katastrophalen Folgen für Unterlieger fordern die Technischen Regelwerke für Talsperren dieser Größe die schadlose Ableitung eines 5.000-jährlichen Hochwassers.

Maßnahme

Der vorhandene Hochwasserschutzraum über dem Dauerstau des Großen Woogs von 225.000 m³ (Dammhöhe 158,70 müNN) konnte nur ein 300-jährliches Hochwasserereignis verkraften. Dieses auch nur dann, wenn beide Betriebsauslässe (Mühlenauslass und Hauptauslass) funktionstüchtig waren.

Eine Vergrößerung des Speichervolumens durch Anhebung der umgebenden Dämme schied aus, da hierzu Aufhöhungen bis zu 2 m erforderlich gewesen wären.

Als Alternative wurde der Bau einer Hochwasserentlastung in die Kanalisation der Heinrich-Fuhr-Straße entwickelt und im Jahr 2005 umgesetzt. Hier war ohnehin der Kanal zu erneuern. In diesem Zusammenhang wurde das Entlastungsrohr DN 1000 bis in die Uferböschung des Woog unterirdisch vorgetrieben. Dort wurde ein oben mit einem Gitter geschützter Fallschacht gebaut, in den bei Hochwasser ab einem Wasserstand von 157,50 m.üNN entlastet wird.

Zusätzlich kann Hochwasser in die Kanalisation der Landgraf-Georg-Straße abgeführt werden.
Ergänzend musste der Weg auf dem Woogsdamm zur Heinrich-Fuhrmann-Straße mittels Betonfertigteilen geringfügig um bis zu 20 cm erhöht werden, um ausreichende Hochwassersicherheit zu gewährleisten.

Woogaustritt in den Darmbach

 

 


Sprungturm am Woog

Abflussregelung

Im Zuge dieser Maßnahme wird die Sanierung des sogenannten „Mühlenkanals” dazu genutzt, eine Abflussregelung für den Großen Woog zu installieren. Hierzu wird an der defekten Stelle in der Beckstraße ein Fertigteilschacht DN 2000 SB mit einem integrierten Abflussbegrenzer Alpheus DN 400 eingebaut. Dieser sorgt für einen konstanten maximalen Abfluss von 200 Liter pro Sekunde. Die 200 Liter pro Sekunde entsprechen der Ausbauwassermenge für den neuen Darmbach.

Durch diese Maßnahme und ein Mindestgefälle von 0,5 ‰ wird erreicht, dass der neue Darmbach im Bereich Mercksplatz oberflächennäher verläuft.

Neuer Hochwasserüberlauf am Großen Woog