Leserbriefe
Das Wasser sollte versickern
Zum Streit über die Offenlegung des Darmbaches
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Eine Offenlegung des Darmbaches wäre das Schminken einer über 200 Jahre alten Mumie. Es ließe sich mit dem Wasser aus dem Darmbach auch Nützlicheres anstellen: Es in die größte Regentonne leiten, welche die Stadt zu bieten hat - ihr Grundwasser. Dies ist im Stadtgebiet auf zum Teil über 30 Meter Tiefe abgefallen. Dies liegt vor allem an elf Quadtratkilometern versiegelter Stadtfläche.
Zumindest für die eine Million Kubikmeter Darmbachwasser sollte also eine intelligente Lösung gesucht werden. Wenn es nicht durch Hundekot und Kippen verunreinigt wird, kann es den Westwald retten helfen, indem es gezielt versickert wird.

Dass unsere Koalition nun 445 000 Euro für Wasserspiele am Darmstadtium spendiert, gibt nun aber gar keinen Sinn. Das ist der teure Flachbildschirm für unsere mit 558 Millionen verschuldete Stadt.
Werner Krone, Darmstadt

Frankfurter Rundschau v. 21.12.2007