Spatenstich in Darmstadt:

Darmbach wird aus der Versenkung geholt
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Darmstadt (dpa/lhe) - Nach mehr als 200 Jahren im Untergrund wird der Darmbach in Darmstadt wieder offen gelegt. «Unser Ziel ist die Aufwertung der Grünanlagen und Straßenräume», sagte Stadtrat Dieter Wenzel (SPD) beim ersten Spatenstich am Mittwoch. Mit dem 104 Meter langen Abschnitt vor dem Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium am Schlossgraben werde gleich zu Beginn ein Herzstück der Maßnahme in Angriff genommen.

Mit dem mehr als acht Millionen Euro teuren Projekt soll das Gewässer, das 1786 komplett aus dem Stadtbild verschwand, in den kommenden Jahren zurück an die Oberfläche geholt werden und die Stadt auf 3,6 Kilometern Länge über den Großen Woog und durch die City bis zum Bachwasserkanal im Nordwesten durchqueren. Von dort fließt der Darmbach weiter Richtung Rhein.

Bislang wurde das saubere Wasser aus dem Darmbach und dem Meiereibach mit Abwasser ermischt und später geklärt. Das ist ökologischer Unsinn und kostet viel Geld, wie der Leiter des Straßenverkehrs- und Tiefbauamts Ullrich Ranly betonte. Stadtrat Wenzel sagte: «Wir verstoßen gegen das Wasserrecht und müssen eine Auflage des Regierungspräsidiums erfüllen, sauberes Darmbachwasser von der Kanalisation abzukoppeln.» Er verwies aber auch darauf, dass die Finanzierung erst für die ersten Bauabschnitte gesichert sei.

Der Darmbach wird in städtischen Gebieten in einer 80 Zentimeter breiten Kastenrinne mit Natursteinfassungen geradlinig geführt. In Parkanlagen wie dem Herrngarten ist das Bachbett 2,30 Meter breit, die Ufer sind mit Gras bewachsen.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH,
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