Stadt spricht mit Skatern
Anlage an Zentralbad kreuzt Darmbach-Plan / CDU: Platz "desolat"
Stadtplaner zeigen sich in der Diskussion um die Skateranlage am Zentralbad gesprächsbereit. In einem ersten Treffen redeten sie mit dem Skate- und BMX- Verein über Alternativen. Bislang sahen die Pläne zur Offenlegung des Darmbachs einen Umzug der Anlage in den Bürgerpark vor.
Darmstadt. "Wir haben unsere Position klar gemacht, dass wir den Standort
nicht aufgeben wollen", sagt Marcus Stöckel, Vorsitzender des 1. Darmstädter
Skate- und BMX-Vereins, auf Anfrage der FR. Wie berichtet soll die
Skateranlage in der Lindenhofstraße am Zentralbad wegen der Darmbach-
Offenlegung im Jahr 2008 einer Grünanlage weichen. In dieser Woche trafen
sich jedoch Vertreter der Stadtjugendpflege, des Straßenverkehrs- und des
Grünflächenamts mit dem Vereinsvorstand auf dem Areal, um mägliche
Alternativen zu diskutieren.
Der Verein, der die Anlage auf dem städtischen Gelände betreut, akzeptiert
den in Aussicht gestellten Alternativstandort Bürgerpark nicht. Dieser liege
nicht zentral genug; die meist jugendlichen Nutzer seien auf öffentliche
Verkehrsmittel angewiesen. Die Vertreter der Stadt hätten in dem Gespräch
eingeräumt, so Stöckel, dass sie früher den Kontakt mit den Skatern hätten
aufnehmen müssen. Diese hatten die konkreten Pläne erst bei einer
Podiumsdiskussion erfahren.
Die CDU will einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung stellen, damit
der Magistrat prüfen soll, inwiefern eine Neuanlage am Bürgerpark möglich
ist. "Die Skateranlage in der Lindenhofstraße befindet sich in einem
desolaten Zustand. Die Rampen sind teilweise nicht mehr befahrbar", heißt es
in dem Antrag.
Diesen Passus kritisiert Stöckel als unzutreffend. Alle zwei Jahre nehme der
TÜV die Rampen ab. Sie wirkten nur äußerlich "gammelig", weil sie mit
Graffiti besprüht und zudem aus Holz seien, das schnell Verwitterungsspuren
zeige. Die CDU habe sich bei einer Besichtigung selbst davon ein Bild
gemacht.
Frank Schuster

Frankfurter Rundschau v. 14.10.2006, S.34
|