LESERBRIEFE
Bei der Bürgerinformationsveranstaltung zur Offenlegung des Darmbachs
regte sich Kritik an den Plänen der
Stadt (FR vom 31. August):
Kies spart Geld
Seit dem Heinerfest kann der offen gelegte Darmbach im Herrngarten bewundert
werden- als blaues Band der Sympathie mit Kreide gestreut. Eine gute Idee,
weil Kreide billiger ist als fast 10 Millionen Euro, welche das Unternehmen"Offenlegung des Darmbachs" kosten soll. Das "Darmstadtium" hätte es als
Fassade natürlich auch getan. Nun, wo dessen Fertigstellung näher rückt,
pressiert es natürlich mit dem Darmbach, weil ja Wasserspiele versprochen
waren. Notfalls soll nun Regenwasser in ewigem Lauf herumgepumpt werden. Für
Hunde und weil in der Innenstadt öffentliche Anstalten fehlen, wird es
unerwünschte Nutzungen geben.
In einer Grünanlage "Im Tiefen See" steht noch die kleine Brücke, auf der
vor 1912 die Main-Neckar-Bahn nach Frankfurt den Darmbach überquerte. Der
Darmbach ist versiegt und in Kies dargestellt, so wie ein Wadi in der Wüste.
So viel Wasser dürfte auch im Hochsommer im offen gelegten Darmbach fließen.
Auch mit dem Kies hat die Stadt nun wirklich eine Kosten sparende Idee
gehabt.
Werner Krone, Darmstadt

Frankfurter Rundschau v. 02.09.2006, S.34
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